Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: eLearning Service Abteilung
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: eLearning Service Abteilung
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Lernergebnisse erfassen

©ZQS/elsa

Lernleistungen einfacher erfassen und bewerten

Die Überprüfung der Lernergebnisse von Studierenden ist ein wesentlicher und selbstverständlicher Bestandteil des Lernprozesses. Eine Möglichkeit sind elektronische Prüfungen, die seit Jahren an vielen Hochschulen Verwendung finden. Die digitale Durchführung von Prüfungen kann verschiedene Vorteile gegenüber herkömmlichen papierbasierten Klausuren haben, die allerdings auch von der gewählten Variante abhängig sind. Online-Prüfungen werden an elektronischen Geräten (Computer, Tablets usw.) durchgeführt. Meist werden Fragen im Multiple- (MC)- oder Single-Choice (SC)-Format verwendet, die automatisch auswertbar sind. Aber auch Freitext- und eine Reihe anderer Formate sind prinzipiell möglich. Ein Sonderfall sind halbelektronische Prüfungen, auch Scanklausuren genannt, die auf Papier durchgeführt und anschließend zur Auswertung eingescannt werden.

An der LUH sind drei verschiedene Prüfungsszenarien möglich:


Weitere Details finden Sie auf den Unterseiten zu den einzelnen Prüfungsszenarien.

Vergleich der drei Prüfungsszenarien

ParameterStationäre Prüfungen
am Computer
Mobile Prüfungen
mit Leihgerät
Scan-
Klausuren

Gruppengröße

beschränkt; abhängig von der PC-Pool-Größe*

unbeschränkt

unbeschränkt

Raumflexibilität

an Infrastruktur gebunden; PC-Ausstattung erforderlich

flexibel; Strom wird benötigt, aber keine  PC-Ausstattung

ortsunabhängig; keine PC-Ausstattung nötig

Organisations-aufwandmittel (u.a. Vorbereitung von Server u. Rechnern)hoch (Abstimmung mit Leihfirma)wenig bis mittel
Auswertungs-zeitschnell, unmittelbarschnell, unmittelbarDauer des Scan-Vorgangs
Medien-unterstützungvisuell, audio, audiovisuellvisuell, audio, audiovisuellText
Fragetypen16 Fragetypen incl. offener Fragen und Stack**16 Fragetypen incl. offener Fragen und Stack*Single-/Multiple- Choice, offene Fragen
ArchivierungdigitaldigitalPapier und digital (Scandatei)

 

*Stehen z.B. 50 PC-Plätze zur Verfügung, können in zwei Kohorten problemlos bis zu 100 Prüflinge geprüft werden. Bei mehr als zwei Kohorten müssen verschiedene Prüfungsversionen zur Verfügung stehen, um einen Austausch der Studierenden untereinander zu verhindern.

**Stack ist ein elektronischer Fragetyp, der zur Formulierung von Mathematikaufgaben dient. Weitere Informationen zu Stack bietet unsere Anleitung.

Nutzung

Bei der Durchführung elektronischer Prüfungen müssen unterschiedliche Aspekte beachtet werden: Didaktik, Prüfungsrecht, Organisation und rechtliche Absicherung der Prüfung. Insbesondere die Erstellung guter Prüfungsfragen und der reibungslose Ablauf von Online-Prüfungen sind immer wieder Herausforderungen.

Die elsa unterstützt Interessierte beratend vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrungen zu den genannten Aspekten.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Dr.-Ing. Ralf Steffen, Koordination Didaktik

Claudia Frie, Dipl.-Soz.Wiss., M.A.

Felix Schröder, B.A.

FAQ zu ePrüfungen an der LUH

Was sind Fragen im Antwort-Wahl-Verfahren?

Eine Prüfung im Antwort-Wahl-Verfahren umfasst verschiedene Fragetypen, die alle gemeinsam haben, dass zur Beantwortung einer Frage aus vorgegebenen Antwortoptionen eine oder mehrere richtige Antwort(en) ausgewählt werden müssen. Dazu werden Fragetypen gezählt wie: Multiple Choice (MC, Mehrfachauswahl), Single Choice (SC, Einfachauswahl), Zuordnungsfragen oder Anordnungs-Fragen und Lückentextfragen mit Auswahlliste. MC wird häufig als Sammelbegriff für diese Fragetypen genutzt.

Welche didaktischen Aspekte sind zu berücksichtigen?

Grundsätzlich sollte bei jeder Prüfung das Contructive Alignment beachtet werden (s. Lit.-Hinweis), das von einem Zusammenhang von Lernzielen, Lehre und Prüfungen ausgeht. Verkürzt gesagt, wird gelernt, was die Prüfung vorgibt. Wird in der Lehrveranstaltung stark auf Transfer gesetzt, in der Prüfung aber nur Faktenwissen verlangt, wird vor allem Faktenwissen gelernt. Gerade beim Einsatz von MC-Fragen ist die Transparenz der geprüften Wissensstufe daher wichtig, da auch die Studierenden häufig unterstellen, dass MC-Fragen „nur“ Faktenwissen prüfen.

Ist das Formulieren von Fragen für das Antwort-Wahl-Verfahren aufwändig?

Die Formulierung guter Fragen ist die eigentliche Herausforderung bei der Durchführung von digitalen Prüfungen. Dazu gehören z.B. der Fragenaufbau, die Vermeidung von Lösungshinweisen oder eine angemessene Festlegung der Bepunktung. Hierfür stehen weiterführende Literatur und Leitfäden zur Verfügung (siehe unten). Insgesamt ist die Formulierung aufwändiger als bei herkömmlichen Prüfungen, allerdings wird dies mehr als ausgeglichen durch die schnellere Auswertung.

Prüfen Multiple-Choice-Fragen nur Reproduktionswissen?

Grundsätzlich sind fast alle Wissensstufen – von der einfachen Wissensreproduktion bis hin zu Transfer- und Bewertungsaufgaben – bei entsprechender Fragengestaltung prüfbar. Damit ist nicht gemeint, dass jede Prüfung mit MC-Fragen durchgeführt werden sollte. Das gewählte Fragenformat hängt ab von seiner Eignung für die Lernziele und Inhalte. Oft sind auch gemischte Prüfungsformate eine gute Lösung.

Welche rechtlichen Vorrausetzungen müssen bei Online-Prüfungen erfüllt sein?

Wichtige Voraussetzung zur rechtssicheren Durchführung von Online-Prüfungen ist die Verankerung in der Prüfungsordnung. Hier müssen zum einen Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren zugelassen sein. Für Prüfungen an stationären oder mobilen Endgeräten muss die elektronische Prüfung als Prüfungsformat in der Prüfungsordnung aufgenommen sein.

Müssen die Prüflinge vorbereitet werden?

Die Prüflinge sollten frühzeitig über das Prüfungsformat und organisatorische Besonderheiten informiert werden. Das Ablegen von Prüfungen mit der Tastatur statt mit Stift und Papier ist dann kein Beschwerdegrund. Außerdem können so Sonderfälle wie besondere körperliche Beeinträchtigungen besser berücksichtigt werden. Es ist empfehlenswert, Test-Klausuren zur Verfügung zu stellen.

Was ist bei der Organisation zu beachten?

Für einen reibungslosen Ablauf ist es insbesondere bei Prüfungen an stationären oder mobilen Endgeräten wichtig, die Prüfung rechtzeitig zu planen, d.h. schon zu Beginn des Semesters Termine, Zeiten und Räume zu klären. Außerdem sollte bei der Durchführung von elektronischen Prüfungen (nicht bei Scanklausuren) neben dem üblichen Aufsichtspersonal stets eine technische Betreuung vor Ort eingeplant werden, die ggf. von der ZQS/elsa gestellt werden kann.

Wie sicher ist die Technik bei Prüfungen mit stationären oder mobilen Geräten?

Die Prüfung wird auf einer separaten, extra gesicherten ILIAS-Installation durchgeführt. ILIAS wird während der Prüfung im sogenannten SafeExamBrowser ausgeführt, der nur den Zugriff auf den freigeschalteten Test zulässt. 

Die Eingaben werden während der Prüfung laufend gespeichert. Beim Ausfall eines Rechners kann die Prüfung direkt an einem anderen Rechner fortgesetzt werden.

Was sind Fragen im Antwort-Wahl-Verfahren?

Eine Prüfung im Antwort-Wahl-Verfahren umfasst verschiedene Fragetypen, die alle gemeinsam haben, dass zur Beantwortung einer Frage aus vorgegebenen Antwortoptionen eine oder mehrere richtige Antwort(en) ausgewählt werden müssen. Dazu werden Fragetypen gezählt wie: Multiple Choice (MC, Mehrfachauswahl), Single Choice (SC, Einfachauswahl), Zuordnungsfragen oder Anordnungs-Fragen und Lückentextfragen mit Auswahlliste. MC wird häufig als Sammelbegriff für diese Fragetypen genutzt.

Welche didaktischen Aspekte sind zu berücksichtigen?

Grundsätzlich sollte bei jeder Prüfung das Contructive Alignment beachtet werden (s. Lit.-Hinweis), das von einem Zusammenhang von Lernzielen, Lehre und Prüfungen ausgeht. Verkürzt gesagt, wird gelernt, was die Prüfung vorgibt. Wird in der Lehrveranstaltung stark auf Transfer gesetzt, in der Prüfung aber nur Faktenwissen verlangt, wird vor allem Faktenwissen gelernt. Gerade beim Einsatz von MC-Fragen ist die Transparenz der geprüften Wissensstufe daher wichtig, da auch die Studierenden häufig unterstellen, dass MC-Fragen „nur“ Faktenwissen prüfen.

Ist das Formulieren von Fragen für das Antwort-Wahl-Verfahren aufwändig?

Die Formulierung guter Fragen ist die eigentliche Herausforderung bei der Durchführung von digitalen Prüfungen. Dazu gehören z.B. der Fragenaufbau, die Vermeidung von Lösungshinweisen oder eine angemessene Festlegung der Bepunktung. Hierfür stehen weiterführende Literatur und Leitfäden zur Verfügung (siehe unten). Insgesamt ist die Formulierung aufwändiger als bei herkömmlichen Prüfungen, allerdings wird dies mehr als ausgeglichen durch die schnellere Auswertung.

Prüfen Multiple-Choice-Fragen nur Reproduktionswissen?

Grundsätzlich sind fast alle Wissensstufen – von der einfachen Wissensreproduktion bis hin zu Transfer- und Bewertungsaufgaben – bei entsprechender Fragengestaltung prüfbar. Damit ist nicht gemeint, dass jede Prüfung mit MC-Fragen durchgeführt werden sollte. Das gewählte Fragenformat hängt ab von seiner Eignung für die Lernziele und Inhalte. Oft sind auch gemischte Prüfungsformate eine gute Lösung.

Welche rechtlichen Vorrausetzungen müssen bei Online-Prüfungen erfüllt sein?

Wichtige Voraussetzung zur rechtssicheren Durchführung von Online-Prüfungen ist die Verankerung in der Prüfungsordnung. Hier müssen zum einen Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren zugelassen sein. Für Prüfungen an stationären oder mobilen Endgeräten muss die elektronische Prüfung als Prüfungsformat in der Prüfungsordnung aufgenommen sein.

Müssen die Prüflinge vorbereitet werden?

Die Prüflinge sollten frühzeitig über das Prüfungsformat und organisatorische Besonderheiten informiert werden. Das Ablegen von Prüfungen mit der Tastatur statt mit Stift und Papier ist dann kein Beschwerdegrund. Außerdem können so Sonderfälle wie besondere körperliche Beeinträchtigungen besser berücksichtigt werden. Es ist empfehlenswert, Test-Klausuren zur Verfügung zu stellen.

Was ist bei der Organisation zu beachten?

Für einen reibungslosen Ablauf ist es insbesondere bei Prüfungen an stationären oder mobilen Endgeräten wichtig, die Prüfung rechtzeitig zu planen, d.h. schon zu Beginn des Semesters Termine, Zeiten und Räume zu klären. Außerdem sollte bei der Durchführung von elektronischen Prüfungen (nicht bei Scanklausuren) neben dem üblichen Aufsichtspersonal stets eine technische Betreuung vor Ort eingeplant werden, die ggf. von der ZQS/elsa gestellt werden kann.

Wie sicher ist die Technik bei Prüfungen mit stationären oder mobilen Geräten?

Die Prüfung wird auf einer separaten, extra gesicherten ILIAS-Installation durchgeführt. ILIAS wird während der Prüfung im sogenannten SafeExamBrowser ausgeführt, der nur den Zugriff auf den freigeschalteten Test zulässt. 

Die Eingaben werden während der Prüfung laufend gespeichert. Beim Ausfall eines Rechners kann die Prüfung direkt an einem anderen Rechner fortgesetzt werden.

Weitere Informationen

  • Beispiele für Fragetypen im Objekt "Test" von ILIAS
  • Schmid, J.; Spiekermann, A. (2016): Constructive Alignment: Damit sie wissen, was sie tun. In: Deutsche Universitätszeitschrift duz 04/2016, S. 73-75